TOHUWABOHU*


Ein Satyrspiel zur Welttragödie (UA)

*Tohuwabohu (hebr.) bei Luther: wüst und leer; Altes Testament Gen. 1,2: der chaotische Zustand der Welt vor dem schaffend-ordnenden Eingreifen Gottes; danach: Durcheinander, Chaos

Ein fantastisches "Gehirnkino" über Glaube und Immunität, über rivalisierende Götter und kriegerische Antikörper.

Der Wasserspeicher ist das Haupt eines gefallenen Riesen. Sein "Film" wird live von einer Figurenspielerin, einem Kameramann, einem Musiker und einem Geräuschemacher hergestellt. Bei dem Versuch, denkend das Weltgeschehen zu begreifen, wird das Riesenhirn von unkalkulierbaren Fantasmen heimgesucht. Wir hören das Hirn fiebrig reden, lallen, schallend lachen, auf traurigste Weise fluchen. Blackouts. Schockartige Neuanfänge. Überlagerungen. Abbrüche. Zuweilen gelingt es ihm, das TOHUWABOHU in Trinkliedern zu ersäufen: Das Delirium als einzige Möglichkeit, die Welt zu verarbeiten.

“Der Ablauf normaler Vorstellungen, der Fluss des Denkens, bringt seine eigenen Rhythmen mit sich, dabei führt der Zusammenfluss mehrerer Ströme zu einem Clash, aus dem völlig neue Rhythmen entstehen können. Diesen neuen Rhythmen mag eine besondere Vorstellung, eine blitzartige ‚Erleuchtung’ entsprechen. Auf der Rhythmusebene kann der neue Rhythmus sogar bis in den Körper durchschlagen: Wir kennen dies als Lachen.“ Detlef B. Linke, Die Freiheit und das Gehirn, 2005

Eine Produktion von FlorschuetzKilian. Max Bauer (Geräusche), Simone Bley (Assistenz), Michael Döhnert (Musik), Helga Döhnert (Stimme der Riesin), Melanie Florschütz (Figurenspiel, Co-Regie), Rudi Hennies inscena (Technische Leitung), Andrea Kilian (Regie), Petra Kilian (Kostüm), Eduardo Raccah (Kamera), Andreas Wald (wissenschaftliche Beratung)
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste e.V.
Mit freundlicher Unterstützung von DIE SCHAUBUDE - Puppentheater Berlin und Theater o.N..
Weitere Infos: www.florschuetzkilian.de

Premiere Fr, 22. 7., 21 Uhr
Sa, 23. 7 , So, 24. 7., je 21 Uhr
Fr, 29. 7., Sa,30.7., So, 31.7., je 21 Uhr
Kleiner Wasserspeicher, Eingang Diedenhofer Straße
Eintritt: 8 Euro / 5 Euro (ermäßigt)

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